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Warum wir einen Odoo-Lizenzrechner gebaut haben

Bruno Eggenberger · 15.07.2026 · 5 Min. Lesezeit · Unternehmen

Es gibt eine Frage, die in praktisch jedem Erstgespräch fällt, meistens in den ersten zehn Minuten: “Was kostet Odoo?”

Und es gibt eine Antwort, die wir Berater alle zu oft geben: “Es kommt darauf an.”

Die Antwort ist korrekt. Eine Odoo-Einführung hängt von Prozessen, Datenlage, Integrationen und Ambitionen ab – dazu haben wir ausführlich geschrieben. Aber als Antwort auf eine ernst gemeinte Budgetfrage ist “kommt darauf an” unbefriedigend. Wer ein ERP-Projekt prüft, muss dem Verwaltungsrat oder der Geschäftsleitung eine Zahl nennen können – keine Beraterprosa.

Deshalb haben wir uns gefragt: Welcher Teil der Antwort ist eigentlich exakt berechenbar?

Der berechenbare Teil der Wahrheit

Die Lizenz- und Plattformpreise von Odoo sind öffentlich. Sie stehen auf odoo.com/pricing und odoo.sh/pricing – pro Nutzer, pro Worker, pro Gigabyte. Es gibt keine Geheimpreisliste und keinen Verhandlungsnebel. Die Lizenzen kaufen Sie direkt bei Odoo, zu denselben Konditionen wie jedes andere Unternehmen.

Wenn die Preise öffentlich sind, sollte niemand ein Beratungsgespräch brauchen, um sie zusammenzurechnen.

Genau das macht unser neuer Odoo-Lizenzrechner: Nutzerzahl einstellen, bei Bedarf die Odoo.sh-Plattform konfigurieren – und Sie sehen, was Odoo Online und Odoo.sh kosten. Ohne Formular, ohne E-Mail-Adresse, ohne Rückruf.

Drei Entscheidungen, die den Rechner prägen

Ein Rechner ist schnell gebaut. Die eigentliche Arbeit steckt in den Entscheidungen dahinter – und die kamen aus der Entscheider-Perspektive, nicht aus der Technik.

1. Jahresbudgets statt Monatspreise

Softwareanbieter lieben Monatspreise: “ab 19.90 pro Nutzer” klingt harmlos. Aber niemand budgetiert ein ERP in Monaten. Wer eine Investition beurteilt, denkt in Jahresbudgets – und in Laufzeiten.

Darum zeigt der Rechner die Budgets für 1, 3 und 5 Jahre gleichwertig nebeneinander, prominent in einer Box. Die Kosten pro Monat stehen darunter – als Zusatzinformation, nicht als Schlagzeile. Das ist die Zahl, die Sie in Ihre Investitionsrechnung übernehmen können.

2. Ehrlich rechnen, auch wenn es weniger schön aussieht

Odoo gewährt Neukunden bei jährlicher Abrechnung einen Rabatt – der gilt aber nur 12 Monate und nur für die anfänglich bestellten Nutzer. Viele Kostenaufstellungen rechnen trotzdem still mit dem Rabattpreis mal drei oder mal fünf. Das Ergebnis: ein Budget, das im zweiten Jahr nicht mehr stimmt.

Unser Rechner rechnet das erste Jahr mit Rabatt und die Folgejahre regulär. Das Drei-Jahres-Budget ist also bewusst nicht das Einjahresbudget mal drei – und ein Hinweis sagt Ihnen genau, warum.

3. Runden für den Überblick, exakt bleiben für die Nachvollziehbarkeit

Budgetzahlen mit Rappen suggerieren eine Präzision, die es fünf Jahre im Voraus nicht gibt. Deshalb runden wir die Jahresbudgets auf volle 100 Euro auf – aufrunden, nicht abrunden, denn ein Budget soll halten. Die Monatswerte darunter bleiben exakt, und die vollständige Preisbasis samt Quellen und Stand-Datum steht direkt auf der Seite.

Übrigens in Euro: Odoo publiziert für die Schweiz keine CHF-Preise und rechnet in Euro ab. Auch das sagen wir lieber offen, statt still umzurechnen.

Was der Rechner bewusst nicht kann

Genauso wichtig wie das, was ein Werkzeug kann: was es nicht behauptet.

Der Lizenzrechner beziffert Lizenz und Plattform – nicht mehr. Implementierung, Schulung, Datenmigration, Schnittstellen und die laufende Betreuung stehen auf einer anderen Rechnung, und die hängt tatsächlich von Ihrem Projekt ab. Wie sich diese Kosten zusammensetzen, zeigen wir transparent in unserem Kosten-Beitrag und auf der Seite Kosten & Zusammenarbeit.

Wir hätten einen “Gesamtkostenrechner” bauen können, der mit ein paar Schiebereglern auch die Implementierung schätzt. Wir haben es gelassen. Eine Zahl, die Genauigkeit vorspielt, wo keine ist, wäre das Gegenteil von Transparenz.

Und auch die Frage, welche Plattform die richtige ist, beantwortet keine Preistabelle. Odoo Online und Odoo.sh unterscheiden sich grundsätzlich – eigener Code, Staging, Upgrades. Die Trennlinie erklärt unser Plattform-Vergleich; der Rechner zeigt Ihnen, was die Entscheidung finanziell bedeutet.

Wie der Rechner aktuell bleibt

Ein Preisrechner ist nur so gut wie seine Pflege. Odoo passt Preise gelegentlich an – und ein Rechner mit veralteten Zahlen wäre schlimmer als gar keiner.

Deshalb haben wir uns intern verpflichtet: Als Quellen gelten ausschliesslich die offiziellen Odoo-Preisseiten, das Stand-Datum steht sichtbar auf der Seite, und die Überprüfung ist als fester, wiederkehrender Termin in unserem eigenen Odoo eingeplant. Sollte Ihnen trotzdem einmal eine Abweichung auffallen: Schreiben Sie uns – wir korrigieren schnell.

Einfach ist besser als kompliziert

Beim Bauen des Rechners haben wir mehr Varianten verworfen als behalten: dunkle Ergebnisboxen, Monatspreise im Fokus, Nachkommastellen überall. Am Ende blieb ein Prinzip übrig, das sich durch unsere ganze Arbeit zieht: Einfach ist besser als kompliziert. Drei Budgetzahlen, eine Monatszeile, die Quellen offen auf den Tisch.

Probieren Sie ihn aus: binadoo.com/odoo-lizenzrechner – und wenn die Zahlen Fragen aufwerfen, reden wir gerne darüber. Dann aber über die Fragen, bei denen ein Gespräch wirklich Mehrwert bringt.

Bruno Eggenberger, Geschäftsführer, Binadoo AG
Über den Autor
Bruno Eggenberger · Geschäftsführer, Binadoo AG

Bruno begleitet Schweizer KMU von der ersten Prozessfrage bis zum laufenden Odoo-Betrieb. Sein Fokus: Digitalisierung, die sich wirtschaftlich rechnet – ehrlich beraten, pragmatisch umgesetzt.

Was kostet Odoo bei Ihnen?

Der Lizenzrechner liefert die Budgets in einer Minute. Alles darüber hinaus klären wir im kostenlosen Projekt-Check – ehrlich und ohne Verkaufsdruck.

Erreichbarkeit Mo–Fr, 9:00–16:00 Uhr

Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen. Datenschutzhinweis

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