Wann lohnt sich ein Onlineshop?
Ein Onlineshop ist keine Pflicht für jedes KMU - für manche Geschäftsmodelle rechnet er sich schnell, für andere kaum. Anhand welcher Kriterien sich diese Entscheidung realistisch einschätzen lässt.
“Brauchen wir einen Onlineshop?” ist eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Für manche KMU ist ein Onlineshop die naheliegendste Investition der nächsten Jahre - für andere eine teure Ablenkung von dem, was das Geschäft tatsächlich trägt.
Vier Kriterien für die Einschätzung
Ob sich ein Onlineshop lohnt, hängt von vier Faktoren ab:
- Produktverständnis - lässt sich das Angebot ohne Beratungsgespräch verstehen und kaufen
- Wiederholungskäufe - kaufen Kunden regelmässig nach, oder handelt es sich um Einzelprojekte
- Bestehende Nachfrage - suchen potenzielle Kunden bereits aktiv online nach dem Angebot
- Logistikfähigkeit - lässt sich Versand zuverlässig und mit vertretbarem Aufwand abwickeln
Je mehr dieser vier Kriterien zutreffen, desto eher rechnet sich ein Onlineshop. Fehlen mehrere, ist ein Onlineshop oft ein teures Projekt mit enttäuschendem Ergebnis.
Kurz gesagt: Ein Onlineshop lohnt sich vor allem bei erklärungsarmen Produkten mit Wiederholungskäufen und bestehender Online-Nachfrage. Fehlen diese Voraussetzungen, bleibt der erhoffte Umsatz meist aus.
Wo Onlineshop-Projekte in der Praxis enttäuschen
Drei Situationen erklären die meisten enttäuschenden Onlineshop-Projekte:
- Beratungsintensive Produkte werden ohne Beratung verkauft, weshalb Kunden abspringen oder falsch kaufen
- Es gibt keine bestehende Online-Nachfrage, und der Shop wartet vergeblich auf Besucher
- Logistik und Retouren werden unterschätzt, wodurch der Aufwand den Umsatz auffrisst
Ein Onlineshop lohnt sich vor allem bei erklärungsarmen Produkten mit Wiederholungskäufen und bestehender Online-Nachfrage.
Warum das für die Geschäftsführung zählt
Die richtige Einschätzung wirkt sich auf drei Grössen aus:
- Investitionssicherheit - ein Onlineshop ohne passendes Geschäftsmodell bindet Budget ohne den erhofften Umsatz
- Ressourcenallokation - Zeit und Geld, die in einen unpassenden Shop fliessen, fehlen an anderer Stelle
- Kundenerwartung - ein Shop ohne durchdachte Logistik schadet dem Markenbild mehr, als er nützt
Wie sich die Entscheidung in der Praxis treffen lässt
Drei Schritte helfen bei einer realistischen Einschätzung:
- Die vier Kriterien ehrlich für das eigene Geschäftsmodell durchgehen, statt sich vom Trend leiten zu lassen
- Bestehende Nachfrage vorab prüfen, etwa über Suchvolumen, statt erst nach dem Launch zu testen
- Mit einem kleinen, klar abgegrenzten Sortiment starten, statt sofort das gesamte Angebot zu digitalisieren
Was Odoo an diesem Prozess ändert
In Odoo lässt sich ein Onlineshop direkt mit Verkauf, Lager und Buchhaltung verbinden, statt als isoliertes System nebenher betrieben zu werden. Das reduziert den Aufwand für einen ersten, kleinen Test deutlich - eine realistische Einschätzung lässt sich damit ohne grosses Vorprojekt gewinnen.
Fazit
Ein Onlineshop ist kein Muss für jedes KMU, sondern eine Investitionsentscheidung wie jede andere. Wer Produktverständnis, Wiederholungskäufe, Nachfrage und Logistikfähigkeit ehrlich prüft, bevor investiert wird, vermeidet die teuersten Enttäuschungen.
Weiterführend: Themenwelt E-Commerce & Kundenportale. Den nächsten Schritt machen Sie mit dem kostenlosen Projekt-Check.
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