So läuft ein Binadoo-Projekt ab
Sechs Schritte, drei Ausstiegspunkte und ein Festpreis, der erst kommt, wenn er belastbar ist. Was Sie bei uns erwartet - inklusive der Stellen, an denen wir abraten.
Die häufigste Unsicherheit vor einem ERP-Projekt ist nicht die Software. Es ist die Frage, worauf man sich eigentlich einlässt: Wie viel kostet der erste Schritt, ab wann ist man gebunden, und wann steht endlich eine Zahl im Raum, auf die man sich verlassen kann.
Deshalb hier der vollständige Weg, so wie er bei uns abläuft - mit den Kosten je Schritt und den Stellen, an denen Sie aussteigen können, ohne etwas zu verlieren.
Schritt 1: Projekt-Check - 30 Minuten, kostenlos
Ein Gespräch online, ohne Vorbereitung Ihrerseits. Wir klären, wo Ihr Unternehmen steht, welche Abläufe heute bremsen und was Sie mit einer Veränderung erreichen wollen.
Am Ende bekommen Sie vier Dinge: eine fachliche Ersteinschätzung, eine grobe Aufwandsspanne, eine Empfehlung für den nächsten Schritt - und, wenn es angebracht ist, den Rat, noch nicht zu starten.
Was Sie nicht bekommen: eine Verkaufsdemo ohne Kontext. Funktionen zu zeigen, bevor klar ist, welches Problem sie lösen sollen, ist Zeitverschwendung für beide Seiten.
Der erste Ausstiegspunkt. Wenn sich hier zeigt, dass es nicht passt, endet es hier. Das kostet Sie nichts ausser einer halben Stunde.
Schritt 2: Bei Bedarf eine Odoo-Demo an Ihren Prozessen
Nicht immer nötig, aber oft hilfreich - vor allem, wenn im Entscheidungsgremium Menschen sitzen, die Odoo noch nie gesehen haben.
Wichtig ist der Zuschnitt: Eine Demo entlang Ihrer eigenen Abläufe beantwortet die Frage, ob das zu Ihnen passt. Eine Standarddemo beantwortet nur, ob die Software hübsch aussieht. Warum das für eine Investitionsentscheidung nicht reicht, steht in Warum eine Odoo-Demo nicht für die Investitionsentscheidung genügt.
Kurz gesagt: Der Projekt-Check ist kostenlos, der verbindliche Festpreis kommt erst nach dem Workshop. Vorher wäre jede Zahl geraten. Was Workshop und Einführung kosten, steht auf der Seite zum Projekt-Workshop.
Schritt 3: Der Projekt-Workshop
Der eigentliche Kern. Hier entsteht die Grundlage, auf der alles Weitere steht - und ohne ihn machen wir kein Angebot. Das ist keine Verkaufstaktik, sondern eine Rechenfrage: Eine Zahl ohne Analyse ist keine Kalkulation, sondern eine Wette. Und wir wetten nicht mit Ihrem Budget.
Der Workshop läuft in vier Phasen ab: Vorbereitung, der Workshop selbst, die Auswertung und die Ergebnisbesprechung. Der Workshop-Tag dauert je nach Umfang einen halben Tag - etwa drei bis vier Stunden reine Arbeitszeit - oder einen ganzen Tag mit sechs bis sieben Stunden inklusive Pausen. Für die meisten KMU-Projekte ist der ganze Tag der übliche Rahmen.
Analysiert werden acht Felder: Prozesse, Systemlandschaft, Daten, Schnittstellen, Rollen und Verantwortlichkeiten, Prioritäten, Risiken und die Roadmap.
Heraus kommen sechs Ergebnisse: eine strukturierte Ausgangslage, der empfohlene Projektumfang, eine Modul- und Prozesslandkarte, eine Aufwandsschätzung, eine Risikoeinschätzung und eine Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsleitung.
Dieses Ergebnis gehört Ihnen. Unabhängig davon, ob Sie danach mit uns weiterarbeiten. Sie können damit intern entscheiden, eine zweite Meinung einholen oder einen anderen Partner beauftragen.
Der zweite Ausstiegspunkt - und der wichtigste. Wenn sich im Workshop zeigt, dass Odoo für Ihre Situation nicht der richtige Weg ist, sagen wir das. Ein Projektstopp nach dem Workshop ist für uns kein verlorener Verkauf, sondern ein Ergebnis.
Schritt 4: Das Festpreisangebot
Aus dem Workshop entsteht ein verbindliches Angebot. Nicht eine Ideensammlung, sondern: eine MoSCoW-Priorisierung der Anforderungen, Meilensteine, Phasen, eine Roadmap mit Zeitachse - und ein Festpreis.
Warum erst jetzt? Weil ein Festpreis nur so belastbar ist wie die Analyse, aus der er entsteht. Vorher genannte Zahlen sind entweder mit einem Sicherheitszuschlag versehen, den Sie mitbezahlen, oder sie halten nicht.
Zur Grössenordnung: Umfassendere Projekte über mehrere Bereiche kosten ein Mehrfaches einer Einführung in einem einzelnen Bereich. Die aktuellen Ansätze für Workshop und Einführung stehen auf der Seite zum Projekt-Workshop. Nicht enthalten sind die Odoo-Lizenzen - die verrechnet Odoo direkt, pro Nutzer und Monat, und sie erscheinen nicht in unserem Angebot.
Der grösste Kostentreiber sind übrigens nicht wir, sondern Sonderwünsche. Jede Individualisierung kostet doppelt: beim Bau und bei jedem Upgrade. Deshalb prüfen wir vor jeder Anpassung, ob der Standard den Fall abdeckt - die Abwägung dahinter steht in Odoo-Anpassungen: sinnvoll oder gefährlich?.
Der dritte Ausstiegspunkt. Sie haben eine belastbare Zahl und eine vollständige Grundlage. Ob Sie damit zu uns zurückkommen, ist Ihre Entscheidung.
Schritt 5: Umsetzung in Etappen
Die Implementierung läuft so nah wie möglich am Odoo-Standard. Das ist bewusst so: Je näher am Standard, desto stabiler, wartbarer und schneller entwickelbar bleibt die Lösung.
Zur Umsetzung gehören vier Dinge, die eng zusammenhängen: die Datenmigration, die Schulung der Key-User, eine Testphase mit echten Daten und der Go-live. Eine fokussierte erste Etappe ist je nach Umfang typischerweise in zwei bis vier Monaten produktiv.
Wir führen in Etappen ein, nicht alles auf einmal. Der Grund ist nicht Vorsicht, sondern Wirkung: Wer alles gleichzeitig umstellt, bindet über Monate Kapazität, ohne dass jemand im Betrieb zwischendurch eine Entlastung spürt. Die Abwägung im Detail steht in Odoo schrittweise einführen oder Big Bang?.
Bei der Schulung gehen wir prozessbasiert vor, nicht modulweise - Menschen lernen ihren Arbeitsablauf, nicht eine Softwareoberfläche. Warum das einen Unterschied macht, steht in Odoo-Schulung: prozessbasiert statt modulweise.
Eine Zahl ohne Analyse ist keine Kalkulation. Sie ist eine Wette - und wir wetten nicht mit Ihrem Budget.
Schritt 6: Der Betrieb danach
Der Schritt, an dem die meisten Projekte scheitern - nicht beim Start, sondern nach dem Start, weil Weiterentwicklung, Betreuung und Verantwortung nicht sauber geregelt sind.
Deshalb endet die Zusammenarbeit bei uns nicht mit dem Go-live. In der Phase danach zeigt sich, wo Abläufe greifen, wo nachgeschärft werden muss und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Support gibt es als Paket oder als Stundenkontingent, Weiterentwicklung als Sprint oder als einzelne Änderung.
Damit das funktioniert, braucht es auf Ihrer Seite eine benannte Person mit Zeit im Pflichtenheft - und einen festen Takt, in dem Verbesserungen besprochen und beauftragt werden.
Was diesen Ablauf von anderen unterscheidet
Wir beraten vor dem Verkauf, nicht danach. Der Projekt-Check und der Workshop stehen vor jedem Angebot. Das ist der Grund, warum unsere Festpreise halten.
Wir sagen auch Nein. Ein Projektstopp nach dem Workshop ist ein legitimes Ergebnis, und wir haben ihn im eigenen System als solches hinterlegt. Wir verkaufen kein Projekt, das wir selbst nicht empfehlen würden.
Sie sind an keinem Punkt gebunden. Nach dem Check nicht, nach dem Workshop nicht, und auch das Workshop-Ergebnis gehört Ihnen.
Mehr dazu, was uns von klassischen ERP-Partnern trennt, steht in Was uns von klassischen ERP-Partnern unterscheidet.
Fazit
Der Weg besteht aus sechs Schritten: kostenloser Projekt-Check, bei Bedarf eine Demo an Ihren Prozessen, der Projekt-Workshop, das Festpreisangebot, die Umsetzung in Etappen und der Betrieb danach.
Drei Ausstiegspunkte sind eingebaut, und an keinem davon verlieren Sie etwas. Das ist kein Entgegenkommen, sondern Eigeninteresse: Ein Projekt, das gegen Widerstände verkauft wurde, wird für beide Seiten teuer.
Weiterführend: Themenwelt Binadoo Insights · Lösung ERP. Den nächsten Schritt machen Sie mit dem kostenlosen Projekt-Check.
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